Beim Sonnenschein top, beim Solarausbau flop: Die sonnigsten Städte Deutschlands hinken beim Solarausbau häufig hinterher

24.5.2023
  • Enpal hat die durchschnittliche jährliche Anzahl an Sonnenstunden pro Stadt sowie die Anzahl an aktiven Solaranlagen ausgewertet
  • In Offenburg, Pforzheim und Karlsruhe scheint die Sonne am meisten
  • Siegen, Lüdenscheid und Iserlohn haben das Nachsehen bei dem schönen Wetter

Das in Baden-Württemberg gelegene Offenburg kann nicht nur die meisten Sonnenstrahlen im Vergleich aller deutschen Städte genießen, in der Stadt wird die Solarenergie auch besonders gut genutzt. Pro 1.000 Einwohnern gibt es in dem Ort in der Nähe der französischen Grenze 29 Solaranlagen, die pro Jahr von rund 2.790 Sonnenstunden profitieren. Das geht aus einer Untersuchung des Energieunternehmens Enpal (www.enpal.de) hervor. Für die Studie wurden die durchschnittlichen Sonnenstunden pro Jahr in allen deutschen Städten mit mindestens 20.000 Einwohnern ermittelt. Außerdem wurden insgesamt 967.100 Installationen von aktiven Anlagen solarer Strahlungsenergie über das Marktstammdatenregister erfasst und miteinander verglichen.

Das sind die sonnigsten Städte Deutschlands

In Deutschlands Süden lebt es sich zumindest im Hinblick auf das Wetter am besten: Mit durchschnittlich 2.791 Stunden pro Jahr scheint die Sonne in Offenburg deutschlandweit mit Abstand am meisten. In den restlichen Top-Fünf-Städten gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Pforzheim profitiert  von 2.666 Stunden Sonnenschein, Karlsruhe, Kempten im Allgäu und Freiburg im Breisgau kommen auf rund 2.660 Sonnenstunden pro Jahr. Trotz der zahlreichen Sonnenstunden haben die fünf Städte bei der PV-Quote pro 1.000 Einwohner allerdings eine unterdurchschnittliche Quote.

Diese Städte haben in puncto Sonnenstrahlen das Nachsehen

Von den Schlusslichtern mit der niedrigsten Sonnendauer befinden sich vier Städte in Nordrhein-Westfalen. Siegen, Lüdenscheid und Iserlohn bekommen im Jahr durchschnittlich lediglich 2.129 bzw. je 2.144 Stunden Sonnenschein, gefolgt von Gummersbach mit 2.184 Stunden. Kassel wird ebenfalls selten von der Sonne heimgesucht (2.185 Stunden). Im Gesamtschnitt liegt die Anzahl an Sonnenstunden bei 2.401.

Stuttgart, München und Leipzig profitieren am meisten vom guten Wetter

Im Hinblick auf die 20 größten Städte hat Stuttgart mit 2.626 Sonnenstunden pro Jahr das schönste Wetter, gefolgt von München mit 2.605 Stunden. Die Top Drei komplettiert Leipzig, wo die Sonne 2.535 Stunden lang scheint. Obwohl Frankfurt am Main beim Ausbau erneuerbarer Energien mit 1,5 Solaranlagen pro 1.000 Einwohnern hinterherhinkt, scheint die Sonne mit 2.513 Stunden im Jahr vergleichsweise viel. Die Hauptstadt Berlin folgt mit 2.486 Stunden.

Weniger Sonnenschein gibt es hingegen in Wuppertal und Hamburg mit 2.254 bzw. 2.255 Stunden pro Jahr. Auch in Bielefeld ist es verglichen mit den anderen Großstädten über das Jahr hinweg selten sonnig (2.264 Sonnenstunden). Mit Bremen muss sich eine weitere nördlich gelegene Großstadt mit wenigen Sonnenstunden begnügen (2.276 Stunden), für die Dortmunder kommt die Sonne 2.291 Stunden pro Jahr hervor.

Hier werden die Sonnenstunden am effektivsten genutzt

In Baden-Württemberg ist das Wetter zwar besonders sonnig, am besten genutzt wird die potenzielle Solarenergie in vielen Städten des Bundeslandes jedoch nicht. Im Gegenteil: Die Orte, in denen die Sonne vergleichsweise wenig scheint, sind in puncto Solarenergie Spitzenreiter. 

Die meisten aktiven Solarinstallationen gibt es in Ibbenbüren, Bocholt und Rheine. Auf 1.000 Einwohner fallen hier 61,4, 51,8 bzw. 45,4 Photovoltaikanlagen. Auch im niedersächsischen Nordhorn ist die Quote mit 42,6 Anlagen pro 1.000 Einwohnern hoch – trotz vergleichsweise wenigen 2.297 Sonnenstunden pro Jahr. Gefolgt wird die Stadt von Ahlen, wo aktuell 41,3 Solarinstallationen pro 1.000 Einwohnern in Betrieb sind. Zum Vergleich: Im Schnitt liegt die Quote bei 31,8 Solaranlagen.

Dr. Wolfgang Gründinger, Chief Evangelist bei Enpal, kommentiert:

“In den Regionen, die die meiste Sonne abbekommen, ist noch reichlich Luft nach oben. Das Potenzial der Solarenergie wird in Deutschlands Städten noch lange nicht ausgenutzt. Dass eine Solaranlage als alternative Energiequelle in der gesamten Bundesrepublik genutzt werden kann, zeigen die hohen Quoten in den Städten mit einer vergleichsweise niedrigeren Sonnendauer. Daher müssen noch mehr politische Maßnahmen initiiert werden, damit der Ausbau der Solarenergie auch im urbanen Raum endlich beschleunigt werden kann.”

Alle Ergebnisse des Vergleichs können Sie hier einsehen:

https://www.enpal.de/photovoltaik#info

Über die Untersuchung

Für die Analyse wurden die durchschnittlichen Sonnenstunden pro Jahr in allen deutschen Städten mit mindestens 20.000 Einwohnern ermittelt. Außerdem wurden insgesamt 967.100 Installationen von aktiven Anlagen solarer Strahlungsenergie über das Marktstammdatenregister erfasst. Betreiber können sowohl natürliche Personen (92 Prozent) als auch Organisationen und Behörden (acht Prozent) sein.

Über Enpal

Enpal bietet das Komplettpaket für ein klimaneutrales Zuhause: Solaranlage, Speicher und Wallbox, ergänzt um intelligenten Energiemanager, Ökostromtarif und Wärmepumpe. Das Besondere: Enpal vermietet die Solaranlagen und kümmert sich um einen reibungslosen Betrieb. Die Kunden sparen sich damit die hohen Anschaffungskosten und profitieren von einem Rundum-Sorglos-Paket. Seit März bietet Enpal neben dem Komplettpaket zur Miete auch eine flexible Kaufoption ohne Anzahlung an. Mit über 40.000 Kunden in Deutschland und 3.000 neuen Solaranlagen pro Monat gilt Enpal als wachstumsstärkstes Energieunternehmen in Deutschland (FT1000 Ranking 2022 & 2023 Financial Times & Statista). Erklärtes Ziel ist es, bis Ende des Jahrzehnts eine Million Haushalte mit Solarenergie zu versorgen und damit zur größten Erneuerbaren Community Europas zu werden.

Pressekontakte: 

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wolfgang.gruendinger@enpal.de

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